BVB 09

Borussia Dortmund
vs.
Schalke 04 4:4

Schalke 04

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FC Schalke 04 Supporters Club e.V.
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Letztes Spiel: SV Eintracht Windhagen vs. TuS Oberwinter 25.11.2017, Westfalenstadion, Bundesliga
Nächstes Spiel:  Bayer Leverkusen vs. Borussia Dortmund

Ticket
81359 Zuschauer

Der BVB steckt aktuell in der Krise - man hat lange das Wort krampfhaft vermieden, muss aber wohl nach nur einem Punkt aus fünf Bundesligaspielen und äußerst unbefriedigenden Champions League Spielen Westfalenstadion einräumen, dass es sich um eine solche handelt. Da kommt der zuletzt erstarkte FC Schalke 04 vielleicht sogar gerade recht, denn ein Sieg gegen den Revierrivalen würde wohl einen Neuanfang signalisieren. Auch die Anhänger des BVB haben ihrer Mannschaft nach der 1:2-Niederlage gegen Tottenham vom letzten Dienstag signalisiert, dass im Derby alles vergessen sein wird. Andererseits erwarten natürlich auch die Schalker und ihre Fans viel von der heutigen Partie, geht man doch seit langer Zeit erstmalig wieder in einer Favoritenrollen in das Derby. Natürlich wird auch umgekehrt ein Schuh daraus - sollten die Schwarzgelben heute ihren alten Rivalen nicht schlagen können, wird der BVB noch ein wenig tiefer im Dreck sitzen als ohnehin schon.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase darf bei den Hausherren gejubelt werden, denn Pierre-Emerick Aubameyang besorgt nach 12 Minuten das 1:0. Es stört auch nicht weiter, dass der Gabuner den Treffer bei genauerem Hinsehen per Hand erzielt hat. Eine knappe Viertelstunde später sieht es so aus, als stünde Königsblau vor einer historischen Blamage, denn ein Eigentor von Benjamin Westfalenstadion Stabmbouli und zwei weitere Tore für Borussia Dortmund - das zweite durch den genesenen Raphaël Guerreiro - sorgen für einen Zwischenstand von 4:0. Zur Halbzeit hängt der schwarz-gelbe Himmel voller Geigen, auch wenn keine weiteren Treffer für die Hausherren gefallen sind. In der zweiten Hälfte gibt es zunächst wieder einen offenen Schlagabtausch mit einem Abseitstor für Königsblau und einem Fast-Treffer für den BVB, bevor dann in der 60. Minute Guido Burgstaller zum 4:1 einköpft und die Wende einleitet. Die einmal mehr konfuse Abwehr der Borussia lädt - von recht unglücklichen Auswechslungen begünstigt - den Gegner zum Toreschießen ein und nachdem das vier Minuten später Amine Harit zum 4:2 annimmt, folgt ein blau-weißer Sturmlauf, den Aubameyang mit einer dummen Herausstellung nach bereits gelb-verwarntem hartem Einsteigen weiter beflügelt. Als die meisten beim BVB wohl schon davon ausgehen, irgendwie davonzukommen, sorgen Daniel Caligiuri (86.) und Naldo (94.) noch für ein 4:4-Remis, das man beim BVB wie eine Niederlage empfinden muss und das, wäre die Partie auch nur ein paar Minuten länger, wohl auch noch zu einer echten Niederlage werden würde.

Die zwei unterschiedlichen Halbzeiten spiegeln sich natürlich auch auf den Tribünen wieder. Die erste Hälfte versetzt die BVB-Fans in Euphorie, die im Gefühl des sicheren Sieges sind und die Westfalenstadion daraus nach der Partie folgende Umkehrung der Kräfteverhältnisse bereits mit "Die Nummer eins im Pott sind wir!" feiert, während die Blau-Weißen auf der Nordseite immer leiser werden und in Scharen den Block verlassen. Wer zuletzt lacht, lacht am besten, heißt es, und das sind dann doch die Gelsenkirchener, die am Ende ihren "4:4-Sieg" feiern und das "Die Nummer eins im Pott sind wir!" ganz auf ihrer Seite haben. So manche dürften sich heute an eine Partie vor fast 10 Jahren erinnern, bei der 2008 der BVB an gleicher Stelle aus einem 0:3-Rückstand in der 54. Minute noch ein 3:3 gemacht hat, also ähnliches mit umgekehrten Vorzeichen passiert ist. Beim BVB dürften stürmische Zeiten bevorstehen, zumal man unmittelbar vor der Jahreshauptversammlung steht und Trainer Peter Bosz schon vor dem Spiel für den Fall, dass man heute nicht gewinnt, seine eigene Position in Frage gestellt hat.


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