Tottenham Hotspur FC

Tottenham Hotspur FC
vs.
Borussia Dortmund 3:1

BVB 09

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Letztes Spiel: FV Eschweiler vs. SF Dorff 13.09.2016, Wembley, UEFA Champions League
Nächstes Spiel:  SpVg Berghofen vs. Mengede 08/20 II

Ticket
67343 Zuschauer

Es ist nicht einmal 18 Monate her, dass sich der Tottenham Hotspur FC und der BV Borussia Dortmund zum letzten (und bisher einzigen Mal) im Europapokal begegnet sind. Eine recht klare Sache für den BVB war es damals, aber heute trifft man sich im Rahmen der Gruppenphase Wembley der UEFA Champions League unter völlig anderen Vorzeichen. 2016 ging es 'nur' um die Europa League, die man bei den Engländern nicht wirklich zu schätzen wusste, stand man doch noch gut im Rennen um den Meistertitel seines Landes und so trat man den Dortmundern mit einem Mix aus Jugend- und B-Elf entgegen, die zwei Niederlagen hinnehmen musste, so dass der BVB in die nächste Runde einzog, wo der Liverpool FC in einer dramatischen Schlussphase die Finalträume der Borussia beendeten. So einfach wird es dieses Jahr nicht werden für den Vorjahresdritten der Bundesliga, denn die Champions League weiß man natürlich auch in London zu würdigen, und so haben es die Dortmunder diesmal mit einer motivierten ersten Mannschaft von Tottenham zu tun.

Dass die Spurs es diesmal ernst meinen, bekommt der BVB schnell zu spüren, als in der 4. Spielminute ein Angriff über links zum 1:0 für die Hausherren führt, wobei HeungMin Son gleich zweimal von schlechtem Stellungspiel beim BVB profitiert - zunächst durch "Papa" Sokratis, der sich überlaufen lässt und dann von Torhüter Roman Bürki, der das Leder aus Wembley spitzem Winkel ins Tor passieren lässt. Nach elf Minuten sorgt ein sehenswerter Schlenzer aus der Distanz von Dortmunds Neuzugang Andrij Yarmonlenko für den Ausgleichstreffer, doch der Jubel im BVB-Block verstummt schnell, als Harry Kane mit einem ganz änhlichen Treffer wie beim 1:0 - diesmal lässt sich Nuri Sahin narren - die Führung der Spurs wieder herstellt. Verhängnisvoll für die Gäste wird schließlich die 60. Spielminute, in der zunächst ein regulär erzielter Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wird und im Gegenzug Kande zum 3:1 trifft - in der Schlussphase haben die Spurs weitere Chancen, und es könnte noch schlimmer für den BVB kommen, der am Ende mit einer 3:1-Niederlage nach Hause fährt, der noch einige Chancen für den direkten Vergleich offen lassen und beschäftigt sich im Nachgang der Partie fast nur mit dem Fehler von Schiedsrichter Gianluca Rocchi, obwohl die eigenen Fehler bei den ersten beiden Toren mindestens genauso spielentscheidend waren wie der nicht anerkannte Ausgleichstreffer.

Während man sich im Gästeblock bereits längere Zeit vor der Partie sammelt, lassen sich die Spurs-Fans landestypisch viel Zeit und strömen erst kurz vor dem Anpfiff in die Arena, in der schließlich ein Viertel der etwa 80000 Plätze frei bleiben. Ebenfalls landestypisch Wembley befleißigt man sich bei den Gästefans zum Intro dem Schwenken diverser Fahnen und hat seinen Block mit Bannern geschmückt - zum Teil muss man sie nach Einspruch der Ordner auch wieder abnehmen, während es auf Heimseite nichts dergleichen zu sehen gibt. Immerhin beklagen sich besagte Ordner nicht darüber, dass die BVB-Fans größtenteils die Partie komplett stehend verfolgen, obwohl eben dies unerwünscht ist, wie man sogar einem Aufdruck auf dem Ticket entnehmen kann. Gesungen wird natürlich auch - bei den BVB-Fans recht durchgehend, bei den Engländern eher sporadisch. Wenn sich die Spurs-Fans dann aber entschließen, mal einen Chant zum besten zu geben, wird es richtig laut, so dass man dem Heimpublikum letztendlich eine gemessen am heutzutage in England üblichen Support - nämlich gar keinem - eine sehr ordentliche Leistung bescheinigen darf. Das Wembley Stadium ist übrigens nur vorübergehend der Schauplatz der Spiele von Tottenham, da das White Hart Lane Stadium abgerissen und das New White Hart Lane Stadium, das umweit der alten Spielstätte entsteht, noch nicht fertig ist - das soll dann auch 80000 Plätze haben, so dass zu hoffen ist, dass die heute daran gemessen schwache Resonanz an der ungewohnten (und ungeliebten?) Spielstätte liegt.


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